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Liebe Leut‘,

schon wieder Nachtfrost… na, aber der Tag erwärmt den Boden schon: 5°C in 10 cm Tiefe müssen sein, bevor man ihn bewegen darf… auch die Radieschen sind im Freiland gesät…. 12°C brauchen sie zum Keimen. Heute Mittag sollte alles klappen bei 12 °C angekündigter Lufttemperatur.

Ja das Wetter bestimmt auf dem Lande das Leben. Jedenfalls für die paar Menschen, die noch mit der Natur leben auf dem Lande. Immer mehr „verstädtern“ die Dörfer ja auch. In „Mittagstunde“ hat Dörte Hansen die Veränderung des Landlebens wunderbar an einem nordfriesischen Dorf beschrieben. In „Unterleuten“ hat vor ein paar Jahren Julie Zeh das ganz Besondere der brandenburger Dörfer ganz genau auf den Punkt gebracht. Jetzt ist ihr neues Buch erschienen: „Übermenschen“. Ich habe es erst angefangen zu lesen, aber wieder finde ich es so treffend. Und schon die Corona Themen aufgegriffen.

Das Besondere an Brandenburg ist ja, dass es um die Mega Großstadt herumliegt. Das heißt, dass es  sowohl für die Versorgung als auch für die Erholung gleichermaßen zuständig sein soll.

Dieses Land ist jetzt ja für viele durch die Umstände der Pandemie erst richtig attraktiv geworden, als Ruhezone einerseits und um die Nachfrage an regionalen Produkten zu decken andererseits.

Es wurde vor kurzem eine Stück Land hier im Dorf zur Versteigerung ausgeschrieben. Was in dieser Zeit für unterschiedlichste Menschen durch das Dorf liefen und es sich genau anschauten und die Fragen, die sie stellten…. Ja, das Dorf sollte Idylle sein, sie wollten Schönheit und Ruhe.

Da passt nicht ins Bild, dass am Ortseingang gerade ein großer Hühnerstall gebaut wird. 12.000 Hühner. Legehennen. Eier für Berlin. Und damit nicht genug. Jetzt wird schon geplant am anderen Ende von Trebnitz genauso eine Anlage auch noch zu bauen. Noch einmal 12.000 Legehennen.

So ist anzunehmen, dass dann egal aus welcher Richtung der Wind kommt, immer ein Geflügelmistgeruch in der Luft liegen wird.

Den Hühnern wird Auslauffläche zur Verfügung gestellt und die Hälfte des Futters wird im Betrieb selber angebaut. Die Legehennen kommen aus Niedersachsen, wenn sie etwa 5 Monate alt sind und zu legen anfangen. Dort in Niedersachsen werden die männlichen Kücken (die sogenannten Brüderhähne) auch aufgezogen.

Ein Jahr lang legt jede Henne fast ein Ei, dann würde sie in die Mauser gehen für etwa 6 Wochen und nach der Mauser kann ein so hochgezüchtetes Huhn nochmal eine „Legeperiode“ legen. Dann werden Legehennen spätestens zu Suppenhühnern. 10.000 Eier mindestens täglich ab Juni – wenn die neue Anlage auch noch genehmigt wird, dann 20.000 Eier täglich allein in unserem kleinem Dorf Trebnitz.

Das steht also hinter dem „Bioland- Ei“, was in der Großstadt zu Ostern aus dem Supermarkt in den Einkaufskorb gelangt. Ob das mit dem Bild übereinstimmt, was auf der Eierpackung abgedruckt ist?

Da bin ich als vegan lebender Mensch schon etwas aus dem Schlamassel raus.

Ich kann mich am frischem Spinat erfreuen, der sowohl bei Almas Garten auch in Libbenichen jetzt herangewachsen ist. So dass wir diesen Samstag wohl auch für alle genug dabeihaben werden. Spinat ist für mich das Frühlingsessen per se.

Mal schauen, ob es denn so windig wird am Samstag wie angekündigt.

Peter und Frank werden jedenfalls dabei sein für die ganze Technik und dass uns weder was um die Ohren fliegt, noch etwas nass wird und sogar alles reibungslos abläuft.

Steffi wird Antje beim Obst vertreten

Simon wird ein letztes Mal dabei sein diese Woche: sein Studium ist beendet. Ein letztes Mal Salataufbau.

Gina wird die Frau für die Spezialitäten sein und

Magdalena, Mika und ich werden uns dem Gemüse widmen.

 

Noch schöne Tage bis Samstag wünscht Suse