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Liebe Leut‘,

„es ist erst Mitte Februar“, musste ich mir die letzten Tage immer wieder selber sagen. „Die Tage sind noch zu kurz, das Licht fehlt noch, der Boden ist zu kalt und im März und April kann es nochmal ganz schön frostig und garstig werden.“ Sonst wäre ich gleich hinaus in meinen Garten gerannt und hätte gesät und gepflanzt wie es alle Kraft und Lust von mir sich wünschte zu dürfen. Das ganze Dorf fühlt sich wie jedes Jahr, wenn die Temperaturen wieder moderater werden, völlig anders an. Jeder ist draußen und räumt auf und bereitet die Saison vor. Es herrscht eine enorme Energie, die die tirilierenden Vögel untermalen. Jetzt scheint alles möglich!

„Markus hat die Kneipe im Dorf gekauft!“ der Buschfunk erzählt, dass die im Dornröschenschlaf gelegenen uralte Dorfgaststätte „Zur Ostbahn“ hier in Trebnitz wach geküsst wurde.  Jetzt spinnen wir zusammen Pläne, was wir da jetzt für alle im Dorf für einen Platz gemeinsam schaffen können. Das geht auch nur in dieser Jahreszeit. Im Winter kriecht hier keiner hinter dem Ofen vor und im Sommer und Herbst haben wir alle mit unseren Gärten zu tun…

Überhaupt kommen immer mehr gemeinschaftliche Wohn- und Lebensprojekte in unsere Gegend … und werden sehr wohlwollend aufgenommen. In unserer Regionalzeitung MOZ, die bis vor kurzem nur eine Lanze für die industrielle Landwirtschaft brach, erscheinen fast täglich Artikel von jungen Neugründern. So auch heute. Und der Kommentar spricht von: „… um dann in die Region auszustrahlen. Das ist angesichts des zunehmenden Widerstandes in den Dörfern gegen die industrielle Landwirtschaft durchaus eine Chance für das Oderbruch. Das hat auch eine große Tradition. Man denke an Thaers Landwirtschaftsschule in Möglin und die Güter der Frau von Friedland. Hier im Oderbruch wurde probiert und revolutioniert, was dann weltweit Schule machte….“

Wen es interessiert, was hier alles für Projekte rund um Berlin entstehen kann immer mal wieder auf die Seite Kreativorte Brandenburg schauen, da werden immer wieder einige vorgestellt. Sehr inspirierend.

Wir freuen uns schon wieder auf den Markt am Samstag. Letzte Woche wurden wir ja so dermaßen getragen von einer Woge der guten Laune, bei dem frühlingshaften warmen Wetter. Auch diesen Samstag wird die Sonne scheinen nur ein paar Grad kühler wird es wieder werden – der Jahreszeit entsprechend.

Feldsalat werden wir aus Libbenichen bekommen wie Postelein und Barbarakresse. Also das ganze frische Grün, wonach der Körper sich sehnt. Wenn es reichen wird, dann bekommen wir aus Pretschen jungen frischen Spinat. Die samenfesten Sorten aus dem Lager gehen ihrem Ende entgegen. Die Oxhella aus Libbenichen sind zu Ende, aber die Gärtnerei Apfeltraum hat noch welche für uns. Insgesamt wird der Marktstand wieder voll und bunt und schön werden!

Christina, Franz, Katja, Lisette, Simon und ich werden Euch durch das Sortiment führen. Wir freuen uns schon drauf.